Eine Lager- oder Logistikhalle im Kölner Marktgebiet kostete von Januar bis September 2026 im Durchschnitt 6,80 € je Quadratmeter Hallenfläche und Monat, ohne Nebenkosten. Für moderne Flächen in guten Lagen lag die Spitzenmiete im dritten Quartal bei 8,60 €, knapp 9 % über dem Vorjahr.1 BNP Paribas Real Estate erfasst dabei das Kölner Marktgebiet, das auch Umlandstädte wie Bergheim, Kerpen, Leverkusen und Rösrath umfasst; die Werte gelten für die Region, nicht nur für das Stadtgebiet. Was eine konkrete Halle kostet, hängt von Größe, Zustand, Büroanteil und Lage ab: Kleine Einheiten und Büroflächen liegen pro Quadratmeter meist darüber, einfache Bestandshallen darunter.
Nebenkosten, Umsatzsteuer und Einmalkosten kommen hinzu. Wie sich das summiert, zeigt weiter unten ein Fallbeispiel.
Die Kölner Mietpreise 2026 im Verlauf
Belastbar sind für Köln vor allem die Quartalsberichte der Research-Abteilungen, etwa von BNP Paribas Real Estate. Sie werten neu abgeschlossene Verträge aus, Angebotspreise von Portalen fließen nicht ein.1
| Kennzahl Marktgebiet Köln (Stadt und Umland) | Januar bis September 2025 | 1. Halbjahr 2026 | Januar bis September 2026 |
|---|---|---|---|
| Durchschnittsmiete | 6,30 €1 | 6,70 €2 | 6,80 €1 |
| Spitzenmiete | 7,90 €1 | 8,20 €2 | 8,60 €1 |
| Flächenumsatz | 118.000 m²1 | 134.000 m²2 | 247.000 m²1 |
| Anteil Neubau am Umsatz | 42,6 %1 | 8,5 %2 | 31,3 %1 |
Die Mieten sind binnen eines Jahres um 50 Cent im Schnitt und 70 Cent in der Spitze gestiegen. Der Sprung beim Neubauanteil zwischen Halbjahr und drittem Quartal geht vor allem auf zwei große Neubauverträge zurück, einen in Köln mit 35.000 m² und einen in Kerpen mit 28.100 m².1
Zum Vergleich, aus derselben Berichtsreihe: Für das Düsseldorfer Marktgebiet nennt BNP Paribas Real Estate für Januar bis September 2026 eine Durchschnittsmiete von 7,10 € und eine Spitzenmiete von 8,85 €.3 Auch dieses Marktgebiet reicht weit über die Stadt hinaus, unter den großen Abschlüssen finden sich Krefeld, Mönchengladbach und Grevenbroich. Verglichen werden also zwei Regionen, nicht zwei Städte. Das Kölner Marktgebiet liegt im Schnitt 30 Cent und in der Spitze 25 Cent unter dem Düsseldorfer.
Warum es keine seriösen Mieten je Stadtteil gibt
Viele fragen nach der Miete in Ehrenfeld, Porz oder Niehl. Dafür gibt es keine belastbare öffentliche Statistik. Die Zahl der Hallenverträge pro Stadtteil ist zu klein, und die Objekte sind zu unterschiedlich. Eine 400 m² große Werkstatthalle aus den Siebzigern in einem Ehrenfelder Hinterhof und ein 8.000 m² großer Neubau in Porz haben nichts gemeinsam außer der Postleitzahl, die mit 5 beginnt.
Portale zeigen Angebotspreise, und die sind kein Marktpreis. Sie enthalten Ladenhüter, Wunschpreise und Flächen, bei denen Büro und Halle zu einem Mischpreis zusammengerechnet sind. Ein Durchschnitt daraus hat für einen einzelnen Stadtteil wenig Aussagekraft. Besser ist es, die Faktoren zu kennen, die den Preis einer konkreten Halle bestimmen.
Was eine Kölner Halle teurer oder günstiger macht
| Faktor | Tendenz zu höherer Miete | Tendenz zu niedrigerer Miete |
|---|---|---|
| Größe | Einheiten unter 1.000 m² | mehrere tausend m² am Stück |
| Baujahr und Zustand | Neubau, gedämmt, LED, Sprinkler | ältere Halle, unbeheizt, Sanierungsbedarf |
| Höhe und Boden | 10 m und mehr, hohe Bodenlast | niedrige Hallen, ältere Böden |
| Andienung | Rampen und ebenerdige Tore, großer Hof | ein Tor, enger Hof, keine Sattelzüge |
| Lage | nah am Autobahnring, gute Erreichbarkeit | lange Wege durch Wohngebiete |
| Büroanteil | großer, moderner Büroteil | kaum Büro, nur Sozialräume |
| Laufzeit | kurze Laufzeit, viele Sonderwünsche | lange Laufzeit, Fläche wie besichtigt |
Die Tabelle gibt die Richtung an, keine festen Zu- oder Abschläge. Zwei Punkte werden nach unserer Einschätzung häufig unterschätzt. Kleine Hallen kosten pro Quadratmeter häufig mehr, weil sich die Kosten für Tor, WC-Anlage und Zufahrt auf wenige Quadratmeter verteilen; mehr dazu im Artikel Kleine Halle in Köln mieten. Und für Büroflächen setzen Vermieter häufig einen separaten Preis an, der über dem der Halle liegt. Ein Exposé mit einem einzigen Mischpreis sollten Sie deshalb aufschlüsseln lassen.
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Suchprofil anlegenFallbeispiel: ein Großhändler sucht 1.600 m² rechtsrheinisch
Nehmen wir einen Getränke- und Gastronomiegroßhändler, der seine Halle in Kalk verlassen muss und rechtsrheinisch zwischen Mülheim und Porz sucht. Er braucht rund 1.600 m² Halle, Büros für Vertrieb und Disposition und zwei ebenerdige Tore. Sämtliche Zahlen in diesem Fall sind angenommen, um den Rechenweg zu zeigen. Sie sind weder Angebot noch Marktwert für eine bestimmte Lage.
Angeboten wird ihm eine Bestandshalle aus den Neunzigern: 1.600 m² Halle zu 6,40 €, dazu 180 m² Büro im Obergeschoss zu 10,00 €. Der Vermieter verlangt eine Nebenkostenvorauszahlung von 1,20 € je m² und hat zur Umsatzsteuer optiert.
| Position | Annahme | Monatlich |
|---|---|---|
| Hallenfläche | 1.600 m² zu 6,40 € | 10.240 € |
| Bürofläche | 180 m² zu 10,00 € | 1.800 € |
| Nebenkostenvorauszahlung | 1,20 € je m² auf 1.780 m² | 2.136 € |
| Summe netto | 14.176 € | |
| Umsatzsteuer 19 % | 2.693,44 € | |
| Summe brutto | 16.869,44 € |
Die Hallenmiete liegt unter dem Kölner Durchschnitt. Auf einen Quadratmeter Gesamtfläche gerechnet zahlt der Händler inklusive Nebenkosten aber knapp 8 € netto. Als vorsteuerabzugsberechtigtes Unternehmen bekommt er die Umsatzsteuer über die Vorsteuer zurück, vorfinanzieren muss er sie trotzdem jeden Monat.
Im zweiten Schritt rechnet er die Laufzeit. Der Vertrag soll fünf Jahre fest laufen, mit Indexklausel. Steigt der Verbraucherpreisindex um angenommene 2 % im Jahr und wird die Steigerung voll weitergegeben, liegt die Nettokaltmiete für Halle und Büro im fünften Jahr bei etwa 13.030 € statt 12.040 €. Über die fünf Jahre summiert sich die Kaltmiete auf rund 752.000 € statt 722.400 € ohne Index. Die Differenz steht so im Vertrag, auch wenn sie im Exposé nicht auftaucht.
Der dritte Schritt ist der Vergleich mit einer Alternative: einer neueren Halle in Porz mit gleicher Fläche, aber 7,20 € Hallenmiete und nur 80 m² Büro. Netto kalt käme er dort auf 11.520 € plus 800 € Büro, also 12.320 €, rund 280 € mehr im Monat. Dafür bekäme er höhere Hallen, LED und einen Hof, auf dem Sattelzüge wenden können. Ob das 280 € wert ist, entscheidet nicht der Quadratmeterpreis, sondern die Frage, wie viele Paletten er pro Stunde bewegen muss und ob seine Disposition mit 80 m² auskommt.
Rechenhinweis: Fragen Sie bei jeder Kölner Halle nach der letzten Nebenkostenabrechnung und dem aktuellen Grundsteuerbescheid. Seit der Grundsteuerreform 2025 haben sich die Beträge vieler Gewerbegrundstücke verändert, und die Vorauszahlung im Exposé beruht nicht immer schon auf den neuen Werten.
Steigen die Hallenmieten in Köln weiter?
Verlässlich vorhersagen kann das niemand. BNP Paribas Real Estate erwartet für die Spitzenmiete bis Jahresende eine stabile bis leicht steigende Entwicklung, weil kurzfristig kaum neue Flächen auf den Markt kommen und das verfügbare Angebot weiter sinken dürfte.1 Die Stadt Köln hat 2025 ein eigenes Konzept beschlossen, weil die Nachfrage nach Gewerbe- und Industrieflächen das Angebot übersteigt.4
Gebaut wird trotzdem. CBRE erwartete für 2026 in Köln rund 60.000 m² spekulativ errichtete Fläche, also Hallen ohne feststehenden Mieter bei Baubeginn.5 Platz zwei im bundesweiten Neubauranking von Logivest belegt die Kölner Bucht, mit rund 250.000 m² neuer Fläche; als Projekte nennt der Bericht unter anderem Entwicklungen in Köln-Niehl und Köln-Porz.6 Neubauten kommen in der Regel im oberen Preisbereich auf den Markt. Wer eine passende Bestandshalle zu einer Miete nahe dem Durchschnitt findet, sollte deshalb nicht lange auf ein günstigeres Angebot warten.
Wo sich am Preis noch etwas bewegen lässt
Am Preis bewegt sich am meisten, wenn Sie bei Lage, Objekt und Laufzeit beweglich sind. Wer links- und rechtsrheinisch sucht, verdoppelt die Auswahl. Wer Frechen, Hürth, Pulheim oder Leverkusen zulässt, gewinnt Lagen, die für viele Kölner Lieferziele kaum weiter entfernt sind. Eine gepflegte ältere Halle ist oft sofort verfügbar und günstiger als ein Neubau. Für eine längere Laufzeit sind Vermieter eher zu Zugeständnissen bei Miete oder Ausbau bereit. Und eine Spanne von 1.200 bis 1.800 m² bringt mehr Angebote als genau 1.500 m².
Welche Lagen dabei in Frage kommen, zeigt der Überblick über die Gewerbegebiete in Köln von Niehl bis Gremberghoven. Und wer neben der Halle einen großen Büroteil braucht, findet Hinweise im Artikel Lagerhalle mit Büro in Köln.
Was kostet eine Halle in Köln pro m²?
Im Kölner Marktgebiet, das auch das Umland einschließt, lag die Durchschnittsmiete für Lager- und Logistikflächen von Januar bis September 2026 bei 6,80 € je m² und Monat netto, die Spitzenmiete im dritten Quartal bei 8,60 €. Kleine Hallen und Büroflächen kosten pro Quadratmeter meist mehr, ältere Bestandshallen oft weniger.
Was kostet eine Lagerhalle mit 1.000 m² in Köln?
Bei einer Miete in Höhe des Kölner Durchschnitts von 6,80 € je m² wären das rund 6.800 € netto kalt im Monat. Dazu kommen Nebenkosten, gegebenenfalls Büroflächen mit höherem Preis und die Umsatzsteuer, wenn der Vermieter zur Umsatzsteuer optiert hat.
Ist eine Halle in Köln teurer als in Düsseldorf?
Im Schnitt nicht. Laut BNP Paribas Real Estate lag die Durchschnittsmiete von Januar bis September 2026 im Kölner Marktgebiet bei 6,80 €, im Düsseldorfer bei 7,10 € je m², die Spitzenmiete bei 8,60 € gegenüber 8,85 €. Beide Marktgebiete schließen Umlandstädte ein.
Lohnt sich in Köln der Kauf statt der Miete einer Halle?
Das hängt von Kapital, Planungshorizont und Verfügbarkeit ab. Kaufobjekte sind selten: Auf Eigennutzer, also Unternehmen, die für den eigenen Betrieb kaufen oder bauen, entfielen im Kölner Marktgebiet bis September 2026 nur 6,2 % des Flächenumsatzes, langjährig 8,6 %. Wer kaufen will, sollte Miete und Finanzierung über die geplante Nutzungsdauer nebeneinander rechnen, inklusive Instandhaltung und Wiederverkauf.
Quellen
- BNP Paribas Real Estate: Logistikmarkt Köln, Review Q3 2026 (Stand 30.09.2026), https://www.realestate.bnpparibas.de/sites/default/files/document/2026-10/bnppre-logistikmarkt-koeln-2026q3.pdf
- BNP Paribas Real Estate: Logistikmarkt Köln, Property Report H1 2026 (Juli 2026), https://www.realestate.bnpparibas.de/sites/default/files/document/2026-07/bnppre-logistikmarkt-koeln-2026q2.pdf
- BNP Paribas Real Estate: Logistikmarkt Düsseldorf, Review Q3 2026 (Stand 30.09.2026), https://www.realestate.bnpparibas.de/sites/default/files/document/2026-10/bnppre-logistikmarkt-duesseldorf-2026q3.pdf
- Stadt Köln: Rat beschließt Stadtentwicklungskonzept für die produzierende Wirtschaft (14.02.2025), https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/27341/index.html
- CBRE: Logistikmarkt Nordrhein-Westfalen, Jahresbilanz 2025 (Februar 2026), https://mktgdocs.cbre.com/2299/e22d12f6-e6a2-426b-8f9d-9ac7ba12d85a-210314801/NRW_Logistikmarkt_DE.pdf
- NRW.Global Business: Top-Logistikregionen, Logivest Logistikimmobilien-Seismograph 2025/2026 (20.05.2026), https://nrwglobalbusiness.com/about-us/news/details/top-logistics-regions-2025-nrw-takes-first-and-second-place



